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Lesetipp: Der Spiegel Heft 29/2010
Kategorie: Spiritualität & LebenskunstIch bin dann mal off - Über die Kunst des Müßiggangs im digitalen Zeitalter
Leben im Stand-by-Modus. Es ist eine übereilte Zeit, allen wird alles zu viel, vor allem das ständige Blinken und Bimmeln der Handys und Smartphones. Doch jeder muss ständig präsent und für den Job verfügbar sein. Dichter, Philosophen und Naturforscher weisen den Ausweg: Muße. Eine fast vergessene Daseinsform.
© Text und Bild Der Spiegel
Kommentar:
Gut geschriebener Artikel über den Zeitgeist im digitalen Zeitalter: "Warum ist Entspannung etwas Asiatisches geworden?". Wunderbar die Bezüge zu Klassikern des Abendlandes: "Der alte Goethe erhob die Muße zum Daseinsprinzip." Eine Ehrenrettung der Muße: "Muße aber heiße, sich in aller Ruhe und zweckfrei dem hinzugeben, was Freude mache und interessiere. Somit sei die Muße dem Tätigsein näher, weswegen der Begriff im Altgriechischen mehrere Bedeutungen habe: sowohl Ruhe als auch Studium und Schule."

