Weiterführende Literatur

Intelligente Zellen Bruce Lipton

Intelligente Zellen:
Wie Erfahrungen unsere Gene steuern
von Bruce Lipton (Autor)
ISBN-13: 978-3936862881

Das Gedächtnis des Körpers Joachim Bauer

Das Gedächtnis des Körpers
Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
von Joachim Bauer (Autor)
ISBN-13: 978-3492241793

Die neue Medizin des Bewusstseins Dawson Church

Die neue Medizin des Bewusstseins
Wie Sie mit Gedanken und Gefühlen Ihre Gene positiv beeinflussen können
von Dawson Church (Autor)
ISBN-13: 978-3867310178

Epigenetik

Epigenetik

Das zentrale Dogma der Genetik besagt, dass die Gene Lebewesen schaffen und deren Eigenschaften bestimmen. Neueste Erkenntnisse bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms (Gesamtheit aller Erbanlagen eines Organismus) konnten diesen genetischen Determinismus allerdings nicht unterstützten. Die Entwicklung des komplexen menschlichen Organismus lässt sich nicht aus der Tatsache erklären, dass der Mensch kaum mehr Gene besitzt als z.B. der Fadenwurm. Entscheidender ist das Zusammenwirken verschiedenster Mechanismen bei der Genregulation.

Die Schnittstelle zwischen den Genen und der Umwelt ist die Epigenetik. Einflüsse aus der Umwelt wirken sich auf das Erbgut aus. Es entstehen epigenetische Markierungen, welche die Aktivität der Gene beeinflussen.

"Die Epigenetik beschäftigt sich mit der epigenetischen Vererbung, d. h. der Weitergabe von Eigenschaften auf die Nachkommen, die nicht auf Abweichungen in der DNA-Sequenz zurück gehen, sondern auf eine vererbbare Änderung der Genregulation und Genexpression. Eng damit verknüpft sind physiologische Prozesse der Individualentwicklung von Organismen, die besonders in der Zwillingsforschung untersucht werden. In beiden Fällen geht es vornehmlich darum, zu verstehen, wie Information über die Genregulation, die nicht in der DNA-Sequenz codiert ist, von einer Zell- oder Organismen-Generation in die nächste gelangt."
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Der Spiegel Heft 32/2010 S. 110

Gene sind kein Schicksal - der persönliche Lebensstil prägt Gesundheit und Charaktereigenschaften stärker als gedacht. Das Gedächtnis des Körpers: Sind Gelassenheit, Übergewicht, Intelligenz und Langlebigkeit angeboren? Genfunde nähren den Glauben an die Allmacht der Biologie. Doch nun zeigt sich, wie sehr Umwelteinflüsse die Erbanlagen verändern: Die Gene steuern uns - aber auch wir steuern die Gene, durch unseren Lebensstil.
Der Spiegel Heft 32/2010 S. 110
undefinedwww.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4736,00.html

GEO Magazin  Nr. 4/07  - Was den Menschen prägt

"Eine neue Disziplin, die Epigenetik, räumt mit alten Vorstellungen auf: Gene sind nicht starr, sondern ein Leben lang formbar. Wir selbst können sie durch den Lebensstil, etwa die Ernährung, an- oder ausschalten. Genetisch beeinflussten Krankheiten lässt sich so vorbeugen. Sogar über das eigene Leben hinaus: bei Kindern und Kindeskindern."
GEO Magazin Nr. 4/07 - Was den Menschen prägt
undefinedwww.geo.de/GEO/mensch/medizin/53101.html

"Auch soziale und materielle Außenfaktoren können einen Menschen auf dem Umweg über die Biologie prägen – indem sie seine Genfunktionen verändern. Durch sogenannte epigenetische Prozesse können offenbar Stress oder Folter, Ernährungsmangel oder Liebesentzug bis in den Zellkern hinein wirken."
undefinedwww.zeit.de/2008/25/M-Genetik

"Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. Der erschreckende Befund schürt das Interesse am jungen Feld der Epigenetik: Erfahrungen hinterlassen chemische Spuren, die womöglich sogar vererbt werden."
Von Jörg Blech, Spiegel 32/2008
undefinedwww.spiegel.de/spiegel/0,1518,569871,00.html

Der zweite Code - Peter Spork

Buchtipp

Der zweite Code - Peter Spork
Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können
Die Wissenschaftsrevolution des 21. Jahrhunderts. Warum erreicht manch übergewichtiger Kettenraucher ein hohes Alter, während der Gesundheitsfanatiker nebenan früh stirbt? Weshalb sind Mensch und Affe so verschieden, obwohl sich ihr Erbgut fast völlig gleicht? Wieso werden schon im Mutterleib ent scheidende Weichen für die spätere Persönlichkeit eines Kindes gestellt? Diese und viele andere Fragen kann ein neuer Forschungszweig beantworten, die Epigenetik. Ihre revolutionäre Erkenntnis: Gene bestimmen nicht alles. Deren Aktivität lässt sich steuern, und zwar nicht zuletzt durch unseren Lebenswandel. Damit besitzen wir eine bislang ungeahnte Macht über unser körperliches und seelisches Wohlergehen — und das unserer Kinder.
Text und Bild Rowohlt Verlag