Weiterführende Literatur

Hirnforschung und Meditation - Singer, Ricard
Hirnforschung und Meditation
Ein Dialog
Singer, Ricard
Suhrkamp 2008
Meditation für Dummies -  Stephan Bodian
Meditation für Dummies
Stephan Bodian
Wiley-VCH 2007

Meditation

Der Weg zum Selbst

Meditation

Das Wort Meditation stammt vom lateinischen Verb meditari, welches "nachdenken, sinnen" bedeutet (Duden, Fremdwörterbuch). Meditation wird oft in Verbindung gebracht mit Bildern von buddhistischen Mönchen, die im Lotussitz vor einer Wand sitzen.  Allerdings ist Meditation nicht an eine äußere Form gebunden. Ulrich Ott schreibt dazu: "Grundsätzlich ist es möglich, in jeder beliebigen Körperhaltung zu meditieren" (Ott, 2010, S. 27) Auch ist Meditation nicht von einer bestimmten räumlichen oder zeitlichen Situation oder von einer bestimmten Art der Ausführung abhängig. Eine genaue Definition des Begriffes Meditation ist daher kaum möglich. "Diese große Variationsbreite traditioneller und moderner Verfahren und Anwendungsbereiche macht es außerordentlich schwierig, allgemeingültige definierende Merkmale für Meditation zu bestimmen." (Ott, 2010, S. 143) Trotzdem versucht sich der Neurowissenschaftler Ott an einer Beschreibung: "Meditation dient dazu, das Bewusstsein zu erweitern und sich von eingefahrenen Denkmustern und Verhaltensweisen zu lösen. Die Bewusstseinserweiterung durch Meditation umfasst die erweiterte Wahrnehmung körperlicher und geistiger Prozesse sowie das erweiterte Vermögen, diese Prozesse zu verändern." (Ott, 2010, S. 143) Genauso unterschiedlich wie die Methoden und Techniken sind auch die Motive und Perspektiven, welche zur Meditation führen. Ulrich Ott nennt unter anderem:

  • Technik zur Entspannung und Stressbewältigung
  • Mentales Training zur Schulung spezifischer Leistungen
  • Klinische Intervention zur Behandlung von Krankheiten
  • Methode zur Erkenntnisgewinnung durch systematische Innenschau
  • Asketische Praxis zur Erlangung spiritueller Einsichten
    (Ott, 2010, S. 146)

Letztlich muss sich also der Meditierende selbst über seine Motive klar werden und die für ihn geeignete individuelle Meditation finden.

Meditation für Skeptiker - Ulrich Ott

Buchtipp

Meditation ist ein Instrument der Selbsterkenntnis, das jeder für sich nutzen kann. Der neben Wolf Singer bekannteste Meditationsforscher im deutschsprachigen Raum erschließt auf undogmatische Weise den Weg in die spirituelle Praxis. Ulrich Ott vereint in sich den rationalen Wissenschaftler mit dem langjährig Praktizierenden. Er vermittelt sowohl fundiertes Hintergrundwissen als auch konkrete Übungsanweisungen. In fünf Schritten lädt er den Leser zur eigenen praktischen Erfahrung ein: ein einzigartiges Meditationshandbuch von sachlicher Überzeugungskraft. Meditation für Skeptiker - Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst, Ulrich Ott, O.W. Barth, 2010. © Text und Bild O.W. Barth
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