- 1:Info & Termine.
- 2:BewegtSein & Balance.
- 3:Spiritualität & Lebenskunst.
- 3.1:Wuji - Taiji.
- 3.2:Meister Eckhart.
- 3.3:Gelassenheit.
- 3.4:Advaita - Nicht-Dualität.
- 3.5:Being No One.
- 3.6:Dao.
- 3.7:Autopoiesis.
- 3.8:Herakleitos.
- 3.9:Emergenz.
- 3.10:Quanten.
- 3.11:Entstehung der Realität.
- 3.12:De servo arbitrio.
- 3.13:Shiva Nataraja.
- 3.14:Kurs in Wundern.
- 4:Körper & Psyche.
- 5:Gesundheit & Ernährung.
- 6:Erde & Mensch.
- 7:Web & More.
- 8:Links & Empfehlungen.
- 9:Michael Ditsch.
Weiterführende Literatur

- Zhuangzi
Meister der Spiritualität
Günter Wohlfart
Herder
Yī Qì - 一 氣 - einheitliches Qi
"Qi der Einheit", "Es gibt nur ein Qi", "Einheit"
"Der wichtigste Grundsatz innerhalb des Konzeptes des ontologisch wirksamen Qi ist der Einheitsgedanke des Weltbeginns und damit auch der Einheitsgedanke des Qi, der innerhalb der Schriften der bedeutendsten Philosophen stets betont wird, wie es auch im Daode Jing beschrieben wird ... Dieser Einheitsgedanke kommt auch im Buch Zhuangzi zum Tragen, das von einer Welt ausgeht, welche alle körperlichen Phänomene erfaßt und von einem Yin- und Yang-Dualismus spricht, welcher das einheitliche ursprüngliche Qi in allen seinen Möglichkeiten vollständig beinhaltet, und somit das gesamte Spektrum der Welt in seiner Vollständigkeit und in seiner Balance darstellt ..." Qi - Lebenskraftkonzepte in China, Kubny, 2002, Haug, S. 101
Zhuangzi 莊 子 - Kapitel 22
Zhī Běi Yóu - 知 北 遊 - Wissen wandert nach Norden
通 天 下 一 氣 耳 聖 人 故 貴 一
"Das, was [den Raum] unterhalb des Himmels durchdringt, ist ein 'einheitliches Qi' yiqi. Deshab wertschätzen die Weisen die Einheit."
Zhuangzi aus: Qi - Lebenskraftkonzepte in China, Kubny, 2002, Haug, S. 102
"Qi (ch’i), jap. ki, ist eines der Urworte, das von den Anfängen der chinesischen Kultur bis in die Gegenwart die Mentalität und insbesondere die chinesischen Medizin entscheidend beeinflusste. Qi bedeutet zunächst einfach 'Gas, Dampf, Luft, Atem, Hauch', sowie im übertragenen Sinne: 'Lebenskraft', 'Lebensenergie', 'Lebensatem'. ... Die Etymologie des Zeichens qi ist sehr aufschlussreich. Der Radikal, zu dem später noch das Element 'Reis' hinzukam, baut auf drei parallelen Linien auf, die als Piktogramm für Wolken anzusehen sind. In China ist im Sommer häufig zu beobachten, dass die Luftfeuchtigkeit zu Wolken kondensiert, die am Himmel als dünne, parallele Dunstschichten erscheinen. Sie erinnern deutlich an die drei Striche eines alten Zeichens in den Orakelknocheninschriften aus dem 2. Jahrtausend v.u.Z. ... Qi spielt auch in der chinesischen Geomantik 'Feng Shui' (gesprochen: 'Feng Schwei'), wörtl.: 'Wind (und) Wasser', eine wichtige Rolle. In Analogie zu den Naturphänomenen 'Dunst', 'Wolken' - oder auch zum Dampf, der beim Kochen von Reis entsteht - und zur Kraft des Windes als dem Atem der Natur wurde der Äußeres und Inneres verbindende Atem des Menschen und die in ihm enthaltene Lebenskraft als qi bezeichnet. ... Die Verbindung von qi mit yin und yang taucht erstmals im Zhuangzi auf. (Kap. 17.1.) Dort heißt es: 'ich erhalte Lebensatem (qi) von yin und yang.' Yin und yang werden hier offenbar als Beweggründe des qi angesehen."
Zhuangzi - Meister der Spiritualität, Wohlfart, 2002, S. 79 - 80

Buchtipp
Das vorliegende Buch bietet zum ersten Mal die Gelegenheit, sich in die traditionellen chinesischen Lehrmeinungen über Qi einzuarbeiten. Es erörtert sowohl die Herkunfts- und Entwicklungsgeschichte des chinesischen Konzeptes für Lebenskraft als auch die unterschiedlichen chinesischen Lehrmeinungen über die Beschaffenheit von Qi. Dabei werden alte chinesische Lehrmeinungen zitiert, die zum Teil noch niemals in eine westliche Sprache übersetzt worden sind. Der Leser erhält die Möglichkeit, sein Verständnis der oftmals komplexen Theorien zum Qi zu vertiefen, wobei auch die psychologischen und physiologischen Bedingungen erklärt werden. Text und Bild Haug Verlag. Qi - Lebenskraftkonzepte in China - Definition, Theorien und Grundlagen, Manfred Kubny, ISBN 3-8304-7105-X, 2002, Haug Verlag, Heidelberg

Buchtipp
Der Begriff Qi führt ins Zentrum der chinesischen Kultur. Schon in den Knocheninschriften (15. Jh. v. Chr.), in den klassischen Texten, in der späteren Tradition bis zur heutigen geomantischen Praxis ist Qi Symbol der Urkraft, die Himmel, Erde und Mensch, den Rhythmus von Yin und Yang, von Werden und Vergehen bestimmt. Eine Analyse von Urform und späteren Varianten des Schriftzeichens für Qi und seine Verwendung in Texten weisen die chinesische Religion als grundlegend monistisches Konzept aus. © Text und Bild Peter Lang Verlag. Qi, ein religiöses Urwort in China - Von den Knocheninschriften bis zur heutigen Feng-shui-Praxis, Choe Chong-Sok, Reihe: Saarbrücker theologische Forschungen - Band 5, 1995, Hrsg. Hasenhüttl / Ohlig
Mehr Informationen
- Dao -
Dao bei michaelditsch.de - Zhuangzi -
Zhuangzi bei michaelditsch.de - Feng Shui -
Feng Shui bei michaelditsch.de - Chinese Text Project - Daoism
ctext.org/daoism - Qi bei Wikipedia
de.wikipedia.org/wiki/Qi
