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Freie Software und Offene Standards

"Der Buddha, die Gottheit, wohnt in den Schaltungen eines Digitalrechners oder den Zahnrädern eines Motorradgetriebes genauso bequem wie auf einem Berggipfel oder im Kelch einer Blüte. Wer das nicht wahrhaben will, erniedrigt den Buddha - und damit sich selbst." Pirsig, Robert M. (1978): Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten, Frankfurt: Fischer TB, S. 24

The Four

Schon 1995 habe ich über die Website von Telebuch.de (ABC-Bücherdienst GmbH) Bücher aus dem Ausland bestellt. 1998 wurde das Unternehmen dann von Amazon übernommen und ich war damit automatisch auch Amazon Kunde. Die Suchmaschine von Google fand ich von Anfang an sehr nützlich. Zu Facebook oder Apple hatte ich nie einen wirklichen Bezug.

Der Wirtschaftsprofessor Scott Galloway bezeichnet Amazon, Apple, Facebook und Google als "Die vier apokalyptischen Reiter". In seinem Buch "The Four" analysiert er die unglaubliche Marktmacht dieser Unternehmen. The Four - Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google; Scott Galloway; Plassen Verlag; 2017

Die jüngsten Skandale bezüglich Datenmissbrauch und -manipulation zeigen, dass diese Unternehmen auch großen Einfluss auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen haben.

Mittlerweile habe ich das Vertrauen in die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley verloren und nutze ihre Dienste nur noch bei Bedarf, oder wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Allerdings war ich schon zu Beginn meiner Computer- und Internet-Aktivitäten eher ein Freund von Freier Software und offenen Standards.

Alternativen

Zu den Angeboten von "The Four" und anderen Silicon Valley Unternehmen gibt es Alternativen.

Betriebssysteme

Beruflich und privat arbeite ich hauptsächlich mit:

Debian und Ubuntu

Web-Anwendungen

Für meine Web-Projekte verwende ich Internetdienstanbieter mit Rechenzentren in Deutschland. Mit den Internetdienstanbietern bestehen Vereinbarungen zur Auftragsdatenverarbeitung nach DSGVO. IT-Sicherheit und Datenschutz halte ich für sehr wichtig und den erforderlichen Aufwand für durchaus vertretbar.

In der Regel verwende ich Open Source Software oder Freie Software. Dafür zahle ich dann auch gerne und unterstütze die jeweiligen Organisationen durch Spendengelder. Für Community Arbeit fehlt mir leider die Zeit.

Gute Erfahrungen habe ich bei meinen Projekten gemacht mit:

TYPO3, Nextcloud, Moodle, Mahara und MediaWiki

Suchmaschinen, Soziale Medien, E-Commerce, etc.

Als Browser verwende ich Firefox und als E-Mail-Anwendung Thunderbird.

Interessehalber hatte ich mich bei den verschiedensten Sozialen Netzwerken angemeldet. Mittlerweile nutze eigentlich ich nur noch Twitter. Natürlich gibt es auch hier Freie Software Alternativen wie z.B. Mastodon, aber momentan plane ich keinen Wechsel und Twitter gehört auch (noch) nicht zu "The Four".

Als Messenger hat mich Wire überzeugt. Einen guten Überblick zum Thema Messenger bietet die Messenger-Matrix von Kuketz-Blog www.kuketz-blog.de

Für die Websuche verwende ich hauptsächlich DuckDuckGo , MetaGer und Ecosia

Zum Einkaufen über das Web greife ich vermehrt auf spezialisierte Webshops zurück. Bei Utopia gibt es dazu ganz gute Tipps.

Bei Übersetzungen sind DeepL oder LEO die erste Wahl.

Gut funktioniert das Bezahlen mit Paydirekt bei der Deutschen Bahn.

Auf meiner Website verwende ich Kartenmaterial von OpenStreetMap. Als Kartendienst verwende ich in Bayern gerne den BayernAtlas.

Da ich sehr gerne und auch sehr viel lese, nutze ich einen tolino E-Book Reader und kaufe meine Bücher/E-Books beim lokalen oder regionalen Buchhändler, wie z.B. Bücher Pustet. Meine E-Books mit EPUB Standard verwalte ich mit Calibre.

Für Videokonferenzen nutze ich persönlich gerne Nextcloud Talk oder Jitsi Meet.

Fediverse

Alternativen für soziale Netzwerke finden sich im Fediverse:

Organisationen

  • Digitalcourage e.V. setzt sich seit 1987 für Grundrechte und Datenschutz ein
    digitalcourage.de
  • Free Software Foundation Europe ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen im selbstbestimmten Umgang mit Technik unterstützt
    fsfe.org

Literatur

Buchtipp: The TYPO3 Guidebook

Learn how to make the most of TYPO3 - the enterprise CMS - to organize information and digital assets, and communicate globally with powerful multi-site and multilingual support. This book will show you how the TYPO3 CMS backend and frontend work from top to bottom. Content management is a core aspect of every company’s communications, whether intranets and internal digital asset repositories or public-facing product pages and online communities. The book starts with four chapters covering how TYPO3 works, giving you a high-level overview of the most important aspects you should know about, including its community and professional ecosystem. If you’ve never seen TYPO3 before, you’ll learn how to make the most of it and what makes TYPO3 different from other content management systems you may have used before. © Bild und Text Apress. Brand, Felicity / McNamee, Heather / McGuire, Jeffrey (2021): The TYPO3 Guidebook - Understand and Use TYPO3 CMS, New York: Apress. Kommentar zum Buch bei michaelditsch.de

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird man muss die Vier verstehen. © Bild und Text Plassen Verlag. Galloway, Scott (2020): The Four - Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google; Kulmbach: Plassen Verlag Taschenbuch


Public Money, Public Code!

FrOSCon 2019 - Public Money, Public Code!
Warum wird durch Steuergelder finanzierte Software nicht als Freie Software veröffentlicht?
Mit Hilfe der Kampagne Public Money? Public Code! wollen wir die rechtlichen Grundlagen schaffen, die es erfordern, dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software- und Open-Source Lizenz veröffentlicht wird. Wenn es sich um öffentliche Gelder handelt, sollte auch der Code öffentlich sein!