Entspannungsverfahren

Palliativ-regeneratives Stressmanagement

Präventionsprinzip: Förderung von Entspannung

(Palliativ-regeneratives Stressmanagement)

  • Wirksamkeit: Es existieren mehrere Entspannungsverfahren, die sich in der Praxis bewährt haben und deren Wirksamkeit empirisch belegt ist. Durch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wird die Fähigkeit zur Selbstregulation von psychophysischen Stressreaktionen verbessert. Die verschiedenen Entspannungsverfahren lösen ungeachtet ihrer methodischen Unterschiede eine sogenannte Entspannungsreaktion aus.
  • Ziel der Maßnahme: Entspannungsverfahren zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen damit im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlaufe eines Entspannungstrainings wird durch regelmäßiges Üben die selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gebahnt und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert.
  • Inhalt: Als Maßnahmen zur Förderung der Entspannung kommen in Betracht:
    - Progressive Relaxation (PR) nach Edmund Jacobson
    - Autogenes Training (AT) - Grundstufe - nach Johannes-Heinrich Schultz
    - Hatha Yoga
    - Tai Chi
    - Qigong

Leitfaden Prävention - Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung der §§ 20 und 20a SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 10. Dezember 2014, S. 64

Buchtipp

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