Buchtipp: "Bewusstsein" von Joseph LeDoux

Erstellt von Michael Ditsch | | Körper & Psyche

Die ersten vier Milliarden Jahre

Die Urgeschichte des Bewusstseins bei Mensch und Tier entfaltet Joseph LeDoux als überwältigendes Epos: Vier Milliarden Jahre dauerte bereits die Evolution vom Einzeller bis zum Gehirn bei Mensch und Tier. Das menschliche (Selbst)Bewusstsein eröffnet Chancen und Gefahren. Um sie zu begreifen, geht LeDoux zurück an den Beginn der Evolution auf der Erde. Joseph LeDoux beschreibt die Vor- und Frühgeschichte des menschlichen Selbstbewusstseins, die mehr als vier Milliarden Jahre umgreift. Es ist eine umfassende Urgeschichte von fast allem, was den Menschen kennzeichnet, ausmacht und ihn so einzigartig und so bedrohlich für Natur, Tier und sich selbst werden ließ. © Bild und Text Klett-Cotta. LeDoux, Joseph (2021): Bewusstsein - Die ersten vier Milliarden Jahre, Stuttgart: Klett-Cotta E-Book

Kommentar

# Leben, so wie wir es kennen, ist auf der Erde nur möglich innerhalb der Biosphäre, eine dünne Hülle um den Planeten, welche die Gesamtheit aller Lebensräume und Lebewesen beinhaltet. Die aktuellen Diskussionen um Klimawandel, Pandemie oder Artensterben werfen nach meiner Ansicht die Frage auf, welche Stellung der Mensch innerhalb dieser Biosphäre einnimmt.

# Die Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert und der damit verbundene Siegeszug von Technik und Naturwissenschaft, sind nach Ansicht vieler Menschen die endgültige Bestätigung für die alttestamentarische Aussage, dass der Mensch die "Krone der Schöpfung" und der "Herrscher über die Welt" sei. Die Fähigkeit zum bewussten, vernunftgeleiteten Denken macht den Menschen einzigartig und erlaubt ihm sich über die "Natur" zu erheben und sie nach seinem Willen zu gestalten. Die menschliche Hybris geht dabei so weit, dass aufgrund der gravierenden, menschengemachten planetaren Veränderungen nun sogar ein ganzes Erdzeitalter, das Anthropozän, nach dem Menschen benannt werden soll. Der wirkmächtige Einfluss des anthropozentrischen Weltbildes steht allerdings im Gegensatz zu den Erkenntnissen der Wissenschaft, die, seit den Veröffentlichungen von Charles Darwin, den Menschen als Teil der biologischen Evolution begreift.

# Seltsamerweise finden sich bei den derzeitigen Auseinandersetzungen über den Zustand dieser Welt kaum Betrachtungen über die biologische Essenz des Menschen. Stattdessen dominieren ökonomische, soziologische, ökologische und politische Themen und es entsteht der Eindruck, dass die Menschheit mit Vernunft und Verstand alle anstehenden Probleme lösen könne. Was aber treibt den Menschen, den Homo sapiens, in seinem tiefsten Innern eigentlich an und bestimmt letztlich sein Handeln? Können Bewusstsein, Vernunft, Denken oder Psyche wirklich getrennt vom Soma (Körper, Leib) und seiner evolutionsbiologischen Entstehung verstanden werden? Mögliche Antworten gibt das faszinierende Buch "Being You" von Anil Seth (Link siehe unten), welches ich erst kürzlich gelesen habe und in dem dargelegt wird, dass Bewusstsein und Selbstsein nur als verkörperte und eingebettete Systeme eines lebendigen Körpers erklärt werden können.

# Eine ähnliche Richtung verfolgt auch das Buch "Bewusstsein - Die ersten vier Milliarden Jahre" von Joseph LeDoux, welches im Oktober 2021 vom Klett-Cotta Verlag veröffentlicht wurde. Die Originalausgabe erschien 2019 bei Viking Books unter dem Titel: "The Deep History of Ourselves. The Four-Billion-Year Story of How We Got Conscious Brains". Joseph LeDoux ist ein US-amerikanischer Psychologe und Neurowissenschaftler, der als Professor of Neural Science, Psychology, Psychiatry, and Child and Adolescent Psychiatry an der New York University tätig ist (New York University 2021). Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist die Frage, wie das Gehirn Informationen über Gefahren lernt und speichert. Zur Bewusstseinsforschung gelangte Joseph LeDoux durch seine Promotion bei dem US-amerikanischen Neurowissenschaftler Michael Gazzaniga in den 1970er-Jahren, bei der er Split-Brain-Patienten untersuchte, um herauszufinden "... wie die linke Hemisphäre mit Reaktionen der rechten Hemisphäre verfährt." (LeDoux 2021)

# Vier Milliarden Jahre Bewusstseinsentwicklung in einem Buch abzuhandeln, hielt ich zunächst für ein sehr ambitioniertes Unterfangen, besonders da Joseph LeDoux ja kein Evolutionsbiologe ist. Sehr gut finde ich daher, wie der Autor in seinen Vorbemerkung explizit darauf hinweist, dass er sich bei den evolutionsbezogenen Kapiteln nicht als Experte, sondern eher als Wissenschaftsjournalist sieht, der Spezialisten des jeweiligen Fachgebietes zu Rate gezogen hat. Besonders erwähnenswert sind die hervorragenden Grafiken, die sehr anschaulich wichtige Inhalte illustrieren und verständlich machen. Joseph LeDoux verweist ausdrücklich auf das visuelle Konzept und den Grafiker Caio Da Silva Sorrentinos. Die englischsprachige Originalausgabe wird durch eine Website ergänzt, auf der weitere Informationen zum Thema zu finden sind. Erstaunt war ich über das 66 Kapitel umfassende Inhaltsverzeichnis, welches sich aber dadurch ergibt, dass die einzelnen Kapitel kompakt und monothematisch aufgebaut sind.

"Daher bestehen die Kapitel in Bewusstsein – die ersten vier Milliarden Jahre jeweils aus kurzen »Gedanken« oder »Meditationen«, eigenständigen Skizzen zu einem abgegrenzten Thema." (LeDoux 2021)

# In seiner Erzählung über vier Milliarden Jahre Entwicklung von Leben auf diesem Planeten konzentriert sich Joseph LeDoux auf die Evolution des Verhaltens. Schon für die allerersten Organismen waren bereits verschiedene Formen von Verhalten überlebenswichtig, um z.B. Nahrungsquellen zu erreichen, Gefahren auszuweichen oder den Stoffwechsel zu regulieren. Sehr beeindruckend und sehr stringent zeigt LeDoux, wie sich Körperbau und Verhalten bei der Entwicklung gegenseitig beeinflusst haben und schließlich zur Entstehung von Nervensystemen und Muskeln führten, die nur bei Tieren vorkommen und deren Verhaltensoptionen erheblich erweitern.

# Die Beschreibung der Entwicklung des Körperaufbaus nimmt fast die Hälfte des Buches ein. Wer sich bisher noch nicht mit der biologischen Evolution befasst hat, erhält hier sehr gutes Grundlagenwissen wie z.B. über Klassifikations-Schemata, Physiologie, Morphologie oder Genetik. Erst ab Kapitel 37 beschäftigt sich LeDoux mit den Fähigkeiten, die es letztlich ermöglichen, dass wir uns unseres Selbst bewusst werden. Folgt man der Erzählung von Joseph LeDoux, könnte der Eindruck entstehen, dass die Evolution linear und zwangsläufig auf den Menschen zuläuft, doch die Evolution hat kein Ziel und Zufälle spielen eine große Rolle.

"Als sich dann vor etwa 250 Millionen Jahren die Erde erwärmte, kam es zu einem Massensterben, bei dem ein Großteil des Tier- und Pflanzenlebens zu Land und im Wasser ausstarb." (LeDoux 2021)

"Vor rund 65 Millionen Jahren kam es zu einem erneuten Massensterben, bei dem Tiere von mehr als etwa 20 Kilogramm Körpergewicht ausgerottet wurden. Das bedeutete das Aus für die meisten Dinosaurier. Ganz geklärt ist die Ursache dieses Massenaussterbens nicht, aber üblicherweise wird angenommen, dass nach dem Einschlag eines großen Meteoriten eine Staubwolke entstand, die das Sonnenlicht abschirmte, die pflanzliche Photosynthese unterband und damit die Nahrungskette beeinträchtigte. Kleinere Reptilien, Vögel und Säugetiere waren davon weniger betroffen, vielleicht weil sie geringere Nahrungsmengen benötigten." (LeDoux 2021)

"99 Prozent aller Arten, die je gelebt haben, sind heute ausgestorben." (LeDoux 2021)

# Statt sich mit unbeweisbaren Spekulationen und ergebnislosen Diskussionen über den Begriff "Bewusstsein" zu beschäftigen, verfolgt Joseph LeDoux einen pragmatischen Ansatz in seiner Forschung. Ausschlaggebend sind dabei seine Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Bereich der Neuropsychologie, bei der er sich mittels klinischer und experimenteller Untersuchungen mit den psychologischen Folgen von Hirnverletzungen auseinandergesetzt hat. Mich persönlich überzeugt die phänomenologische Herangehensweise an die Frage nach dem "Bewusstsein", über die ich schon bei Anil Seth (The real problem) und Dieter Vaitl (Veränderte Bewusstseinszustände), aber auch bei Oliver Sacks, Antonio Damasio, Vilaynur S. Ramachandran oder Michael Tomasello (Links siehe unten) gelesen habe.

# Eine wichtige Schlussfolgerung aus der Forschung von Joseph LeDoux ist, dass beim Menschen Emotionen und andere bewusste Erfahrungen kognitiv konstruiert werden. Voraussetzung dafür ist Deliberation, die Fähigkeit Überlegungen anzustellen und Handlungsoptionen abzuwägen, und Autonoesis, "... dem Bewusstsein seiner selbst als desjenigen, der erlebt hat." (LeDoux 2021). Etwas schwierig fand ich beim Lesen, dass nicht deutlich erkennbar ist, ob die Begriffe "Gefühl" und "Emotion" differenziert oder synonym verwendet werden. Konstruktivistische Ansätze zur Erklärung bewusster Erfahrung verfolgen auch Lisa Feldman Barrett und Anil Seth (Links siehe unten), die beide von Joseph LeDoux zitiert werden. Für mich persönlich besteht eine wesentliche Erkenntnis aus der Lektüre des Buches darin, dass die menschliche Fähigkeit zur bewussten Erfahrung nicht plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht oder vom Himmel gefallen ist, sondern sich schlüssig aus der Evolutionsgeschichte ableiten lässt.

"Wenn wir die Natur des Menschen wirklich verstehen wollen, müssen wir die Geschichte ihrer Evolution verstehen. Unser Verhalten ist ein Teil unserer Biologie, und wie der Evolutionsbiologe Theodosius Dobzhansky einst sagte: »Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Licht der Evolution.«" (LeDoux 2021)

# Sehr beeindruckend fand ich bei der Lektüre, wie Joseph LeDoux mehrfach auf die Einhaltung wissenschaftlicher Standards hinweist und sie auch einfordert. Wie alle Menschen werden auch Wissenschaftler von kognitiven Verzerrungen (z.B. Bestätigungsfehler) oder persönlichen Welt- und Menschenbildern beeinflusst und sollten bei ihrer Forschung "… nicht versuchen zu beweisen, dass ihre persönlichen Befangenheiten und vorgefassten Meinungen korrekt sind." (LeDoux 2021).

# In seinem Buch befasst sich LeDoux auch mit der Forschung an Tieren und der Frage, wie sie sich vom Menschen unterscheiden. Dieses Forschungsgebiet wird von ihm allerdings sehr kritisch betrachtet, da Tiere, anders als Menschen, nicht fähig sind ihre subjektiven Erfahrungen zu beschreiben und daher ihr Verhalten nur gedeutet werden kann. Problematisch für die Interpretation von Forschungsergebnissen in diesem Bereich sieht Joseph LeDoux die Tendenz zu Anthropomorphismus, der Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere, und zu Anthropozentrismus, der Annahme einer Sonderstellung und der Überlegenheit des Menschen.

"Ob man nun Menschen oder Tiere erforscht, entscheidend ist letztlich, dass strenge Methoden angewandt werden, um reproduzierbare Ergebnisse und – im Idealfall – eindeutige Beweise zu erhalten." (LeDoux 2021)

# Meiner Meinung nach hat Joseph LeDoux nicht nur ein ausgezeichnetes Buch über die Evolution bewusster Erfahrung geschrieben, sondern auch über die Vorgehensweise moderner Wissenschaft, bei der es keine Dogmen oder absoluten Meinungen gibt und selbst etablierte Theorien durch neues Wissen revidiert oder falsifiziert werden können. Das Buch zeigt aber auch deutlich, dass die Wissenschaft die Phänomene dieser Welt nur beschreiben, aber letztlich nicht erklären kann. Die großen Fragen bleiben unbeantwortet: Warum ist Leben entstanden? Warum existiert überhaupt etwas und nicht einfach nichts?

# Gemessen an evolutionären Zeiträumen ist der Homo sapiens, der vor etwa 300.000 Jahren Teil der Biosphäre wurde, noch sehr jung und muss sich als biologische Art erst noch bewähren. Es wird sich zeigen, ob Verstand und Vernunft ausreichen, um die globalen Probleme der Menschheit zu lösen, oder ob nicht, wie all die Milliarden Jahre zuvor, ökosystemare und evolutionsbiologische Prozesse den Lauf des Lebens bestimmen. Die neuesten Erkenntnisse der modernen Biowissenschaften sind jedenfalls deutliche Hinweise auf die Verwandtschaft allen Lebens und auf die Leiblichkeit und Endlichkeit unseres Daseins. Ewiges Leben durch den Upload des individuellen Bewusstseins in den Cloud-Himmel, war und ist die verzweifelte Sehnsucht des Ego-Ichs nach Einzigartigkeit und Unsterblichkeit.

# Nach meiner Auffassung sind technologischer Solutionismus oder Transhumanismus nicht die Lösung für die großen Menschheitsprobleme. Hoffnung liegt allein in der spirituellen Weiterentwicklung des menschlichen Mitgefühls. Die Hoffnung also, dass sich die Fähigkeit zu Hilfsbereitschaft und Verbundenheit, über die prähistorische Jäger und Sammler Kleingruppe hinaus, global auf die gesamte Menschheit, und idealerweise auf den gesamten Planeten ausdehnt. Wissenschaft und Spiritualität (Link siehe unten) schließen sich dabei nicht aus, sondern sie zeigen uns verschiedene Wege, wie wir unseren Platz in dieser Welt erkennen können.

"Die Wissenschaft ist die ultimative sich selbst korrigierende Kraft. Aber sie kann uns nicht dabei helfen, uns selbst zu retten, wenn wir sie nicht lassen." (LeDoux 2021)

"Obwohl Unterschiede zur Definition einer Spezies wichtig sind, bedeuten sie nicht, dass manche Arten dadurch besser ausgestattet sind als andere. Vielleicht ziehen wir das Leben vor, das wir führen, aber am Ende ist die Überlebensfähigkeit einer Spezies der einzige Gradmesser dafür, ob unser Leben, biologisch gesprochen, besser oder schlechter ist als das von Großaffen, Affen, Katzen, Ratten, Vögeln, Schlangen, Fröschen, Fischen, Käfern, Quallen, Schwämmen, Kragengeißeltierchen, Pilzen, Pflanzen, Archaeen oder Bakterien. Wenn die Langlebigkeit einer Art der Maßstab ist, können wir alte einzellige Organismen niemals übertreffen." (LeDoux 2021)

"Wie alle Arten sind wir etwas Besonderes, weil wir anders sind. Das, worin wir uns unterscheiden, ist uns wichtig, weil es zu uns gehört. Doch im Rahmen einer vier Milliarden Jahre alten Saga sind diese Unterschiede bloße Fußnoten. Nur wenn wir die komplette Geschichte kennen, verstehen wir wirklich, wer wir sind und wie es dazu kam." (LeDoux 2021)

"Unser aktueller industrieller Stoffwechsel beruht auf endlichen fossilen Rohstoffen, deren Verbrauch zum Ausstoß von Treibhausgasen führt. Das hat in großen Teilen der Welt zu materiellem Wohlstand geführt und geholfen, Millionen von Menschen aus Armut zu befreien. Doch mit dem Klimawandel ist er in eine Krise geraten. Deshalb muss sich der soziale Metabolismus ändern und er wird sich auch ändern. Die Frage ist nur: by design oder by disaster?" (Görg 2021)

Hinweis
Das Buch von Joseph LeDoux habe ich im EPUB-Format erworben, bei dem die Textdarstellung variabel ist und sich der jeweiligen Bildschirmgröße automatisch anpasst. Bei den Zitaten habe ich deshalb keine Seitenzahlen angegeben und auch auf die Angabe der Kapitel verzichtet.

Quellen

  • LeDoux, Joseph (2021): Bewusstsein - Die ersten vier Milliarden Jahre, Stuttgart: Klett-Cotta E-Book
  • New York University - Center for Neural Science (2021): People - Joseph E LeDoux, [online] as.nyu.edu/cns/people/faculty.joseph-e-ledoux.html [04.11.2021]
  • Görg, Chistoph (2021): Gesellschaft und Klimawandel, [online] www.spektrum.de/news/christoph-goerg-ueber-sozial-oekologische-transformation/1944640 [21.11.2021]

Links

Inhalt

Vorbemerkung und Dank

Bewusstsein

Prolog
Warum nur …?

Teil 1
Unser Platz in der Natur

Kapitel 1
Tiefe Wurzeln
Kapitel 2
Der Baum des Lebens
Kapitel 3
Das Entstehen der Reiche
Kapitel 4
Gemeinsame Abstammung
Kapitel 5
Ein Lebe-Wesen

Teil 2
Überleben und Verhalten

Kapitel 6
Das Verhalten von Organismen
Kapitel 7
Über tierisches Verhalten hinaus
Kapitel 8
Die frühesten Überlebenden
Kapitel 9
Überlebensstrategien und -taktiken
Kapitel 10
Verhalten neu denken

Teil 3
Mikrobielles Leben

Kapitel 11
Am Anfang
Kapitel 12
Das Leben an sich
Kapitel 13
Überlebensmaschinen
Kapitel 14
Das Aufkommen von Organellen
Kapitel 15
Der Zusammenschluss von LUCAs Kindern
Kapitel 16
Altem Leben ein neues einhauchen

Teil 4
Der Übergang zur Komplexität

Kapitel 17
Auf die Größe kommt es an
Kapitel 18
Die sexuelle Revolution
Kapitel 19
Die mitochondriale Eva, Jesse James und der Ursprung der Sexualität
Kapitel 20
Kolonialzeit
Kapitel 21
Die zwei Stufen der Evolution
Kapitel 22
Sich durch den Engpass zwängen

Teil 5
… und die Tiere erfanden Neuronen

Kapitel 23
Was ist ein Tier?
Kapitel 24
Bescheidene Anfänge
Kapitel 25
Tiere nehmen Form an
Kapitel 26
Das Kunststück Neuronen
Kapitel 27
Die Entstehung von Neuronen und Nervensystemen

Teil 6
Metazoische Wegmarken im Ozean

Kapitel 28
Augen voraus
Kapitel 29
Gewebefragen
Kapitel 30
Oral oder anal
Kapitel 31
Tiefsee-Neumünder als Bindeglied zu unserer Vergangenheit
Kapitel 32
Es waren einst zwei Stränge

Teil 7
Das Aufkommen der Wirbeltiere

Kapitel 33
Der Bauplan der Wirbeltiere
Kapitel 34
Das Wasserleben
Kapitel 35
An Land
Kapitel 36
Eine ganz besondere Milchstraße

Teil 8
Leitern und Bäume im Gehirn der Wirbeltiere

Kapitel 37
Der Neuro-Bauplan bei Wirbeltieren
Kapitel 38
Edingers Stufenleiter
Kapitel 39
Die dreieinige Versuchung
Kapitel 40
Darwins erratische Emotionspsychologie
Kapitel 41
Wie basal sind Basisemotionen?

Teil 9
Der Beginn der Kognition

Kapitel 42
Denkende Wesen
Kapitel 43
Kognition im Revier der Behavioristen
Kapitel 44
Die Evolution der Verhaltensflexibilität

Teil 10
Überleben (und Gedeihen) durch Denken

Kapitel 45
Deliberation
Kapitel 46
Die Maschine der deliberativen Kognition
Kapitel 47
Plaudern

Teil 11
Kognitive Hardware

Kapitel 48
Gemeinsame Schaltkreise von Wahrnehmung und Gedächtnis
Kapitel 49
Kognitives Bündnis
Kapitel 50
Das neu verschaltete Hirn auf Hochtouren

Teil 12
Subjektivität

Kapitel 51
Da sein
Kapitel 52
Was bedeutet es, sich bewusst zu sein?
Kapitel 53
Hoch und höher
Kapitel 54
Höhere Wahrnehmung im Gehirn

Teil 13
Bewusstsein im Spiegel der Erinnerungen

Kapitel 55
Die Erfindung des Erlebens
Kapitel 56
Ach, Erinnerung
Kapitel 57
Erinnerungen verorten
Kapitel 58
Wahrnehmung höherer Ordnung durch das Brennglas des Gedächtnisses

Teil 14
Untiefen

Kapitel 59
Das verzwickte Problem des Fremdpsychischen
Kapitel 60
Sich an das Bewusstsein anschleichen
Kapitel 61
Spielarten des Geistes

Teil 15
Emotionale Subjektivität

Kapitel 62
Der unsichere Boden der emotionalen Semantik
Kapitel 63
Überlebenssichernde Schaltkreise
Kapitel 64
Nachdenkliche Gefühle
Kapitel 65
HOT – das emotionale Gehirn auf Hochtouren
Kapitel 66
Überleben dauert lange Zeit – Emotionen sind flüchtige Augenblicke
Epilog
Überleben wir unser selbst-bewusstes Selbst?

Anhang

Zeitleiste zur Geschichte des Lebens
Anmerkungen
Auswahlbibliografie
Nachweis der Illustrationen
Personenregister
Sachregister

Buchumschlag Bewusstsein