Buchtipp: "Ich und andere Irrtümer" von Steve Ayan

Erstellt von Michael Ditsch | | Körper & Psyche

Die Psychologie der Selbsterkenntnis

"Erkenne dich selbst!" Dieses Motto des antiken Orakels von Delphi lebt bis heute in den Köpfen vieler Menschen fort. Doch unser Ich ist viel facettenreicher und wandlungsfähiger, als es uns subjektiv erscheint. Anhand vieler Studien und praktischer Beispiele illustriert der Wissenschaftsjournalist Steve Ayan, wie unser Selbstbild entsteht und warum es verzerrt, ja oft sogar falsch ist. Sie wollen ihr wahres Ich verstehen, um im Einklang damit glücklich zu werden. Doch was, wenn es gar kein wahres Ich gibt? Wie wir uns selbst wahrnehmen, hat weitreichende Folgen für unser Denken, Fühlen und Handeln. Statt ein vermeintlich genaues Profil unseres Ichs zu zeichnen, sollten wir uns die nötige Offenheit bewahren, um die zu werden, die wir sein können. Steve Ayan bietet uns auf Basis der neuesten psychologischen Forschung einen faszinierenden Einblick in die Wissenschaft der Persönlichkeit und Selbsterkenntnis. © Bild und Text Klett-Cotta. Ich und andere Irrtümer - Die Psychologie der Selbsterkenntnis, Steve Ayan, Klett-Cotta, 2019

Kommentar

# Zu meiner regelmäßigen Lektüre gehört das populärwissenschaftliche Magazin "Gehirn&Geist" des Spektrum der Wissenschaft Verlags. Schwerpunkte des Magazins und der dazugehörigen Website sind die Themen Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Der Psychologe und Wissenschaftsjournalist Steve Ayan (siehe Link unten) ist Mitglied des Redaktionsteams von Gehirn&Geist. Seine Themenschwerpunkte liegen im Bereich der Neuropsychologie und Bewusstseinsforschung und daher lese ich seine Artikel meist mit großem Interesse. Steve Ayan hat nun ein Buch veröffentlicht mit dem Titel "Ich und andere Irrtümer - Die Psychologie der Selbsterkenntnis". Der Titel hat mich natürlich sehr neugierig gemacht. Anscheinend wurde der Autor durch zeitgeistige Trends, die sich mit Selbstoptimierung, Selbstvermessung oder Selbsterkenntnis befassen, zum Schreiben des Buches angeregt. Tatsächlich wird beim Blick in eine beliebige Buchhandlung deutlich, dass es ein riesiges Angebot an Ratgeberliteratur gibt, welches Erfolge in allen Lebensbereichen verspricht, wenn der Mensch nur sein wahres Selbst erkennt und optimiert. Steve Ayan scheint diesen gesellschaftlichen Entwicklungen eher kritisch gegenüber zu stehen und versucht eine andere Sichtweise auf unser Selbst zu entwickeln. In seinem lesenswerten Buch gibt er einen Überblick über den aktuellen Stand der psychologischen Forschung. Auch die Aufmachung des Buches hat mir gut gefallen. Mit dem Buch lässt sich sehr gut arbeiten, da es eine übersichtliche Gliederung mit Inhaltsverzeichnis, Anmerkungen (Erläuterungen und Quellenhinweise), Personenregister und Sachregister besitzt. Bei populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen ist das heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.

# Während einer meiner Lebensphasen habe ich mich sehr intensiv mit Psychologie und Psychotherapie auseinandergesetzt. War ich damals von Praxis und Theorie sehr fasziniert, sehe ich Methoden und Erkenntnisse aus diesem Bereich heute durchaus kritischer. Nicht zuletzt durch das Reproducibility Project von Brian Nosek wurde die psychologische Forschung teilweise sehr in Frage gestellt. Brian Nosek hat festgestellt, dass sich viele Ergebnisse aus psychologischen Studien nicht replizieren ließen. Der Erfolgsdruck in der modernen Wissenschaft zwingt Wissenschaftler zum ständigen Publizieren von Forschungsergebnissen und führt auch zum sogenannten Publikationsbias, einer Verzerrung der Darstellung in wissenschaftlichen Zeitschriften. Positive bzw. signifikante Ergebnisse werden bevorzugt veröffentlicht und auch wirtschaftliche Interessen können die Veröffentlichung beeinflussen. Irritierend finde ich auch, dass viele psychologische Studien oder Experimente mit Studierenden der eigenen Fakultät oder Hochschule durchgeführt werden. Bekannt ist dieses Phänomen als "Convenience Sampling". Sicherlich bequem und kostengünstig für den Leiter des Experiments, aber ich frage mich, wie aussagekräftig die Ergebnisse sind.

# In seinem Buch publiziert Steve Ayan keine eigenen Forschungsergebnisse, vielmehr gibt er anhand ausgewählter Studien und Beispiele einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zu den Themen Persönlichkeit und Selbsterkenntnis. Mehrfach weist Steve Ayan in seinem Buch darauf hin, dass er sich dabei auf wissenschaftliche Fakten bezieht.

"In diesem Buch lasse ich derlei Küchenpsychologie bewusst beiseite. Es geht hier vielmehr um jenen Fundus an empirisch gesicherten Hypothesen und Effekten, die die Erforschung der Persönlichkeit und Selbsterkenntnis zutage förderte." S. 21

# Trotz meiner oben genannten Zweifel und Bedenken, vertraue ich dem Autor, dass er seine Quellen überprüft hat. Interessiert hätte mich allerdings, warum aus der Fülle der Publikationen ausgerechnet diese Quellen ausgewählt wurden. Repräsentieren sie den aktuellen und anerkannten Stand der Forschung? Stellen sie einen Konsens in der Wissenschaftsgemeinde dar, oder stützen sie hauptsächlich den Standpunkt des Autors? Bei der Lektüre war mir auch oft nicht klar, ob es sich bei einer Aussage um die persönliche Meinung des Autors handelt, oder ob sie aus einer Studie abgeleitet wurde.

# Nach meinem Verständnis geht Steve Ayan von einem evolutionsbiologischen Ansatz aus. Alle Gehirnfunktionen dienen dem Überleben des Individuums innerhalb einer Umwelt mit abiotischen, biotischen und sozio-kulturellen Faktoren. Das Gehirn kann die Umwelt nicht direkt wahrnehmen und muss daher aus den Daten der Sinnesorgane Annahmen (Modelle) über die Interaktion des Individuums mit der Umwelt konstruieren. Diese Annahmen müssen permanent überprüft und angepasst werden. Steve Ayan leitet daraus ab, dass Selbsterkenntnis für das Individuum vielleicht gar nicht so sinnvoll ist, da gewisse Formen der Selbsttäuschung eher einen Überlebensvorteil bieten.

"Denn dies ist der eigentliche Zweck unsere Selbstbilds: Es soll uns helfen, das Leben zu meistern. Realismus ist dabei zwar nicht ganz unnütz, aber zweitrangig." S. 15

"Unser Geist ist nicht dafür geschaffen, sich selbst zu erkennen, sondern um zu funktionieren - also das Überleben des Individuums zu sichern." S. 16

"Wir bestehen im Leben eher, wenn wir uns für mächtiger und besser halten, als wir sind. Schon deshalb sollten wir uns nicht zu sehr erforschen, um uns dieser positiven Illusionen nicht zu berauben. Kurzum: Wir sind auf Täuschung und Verstellung angewiesen." S. 268

# Ähnliche Aussagen durchziehen das ganze Buch, wobei der Autor immer wieder relativierend ergänzt, dass ein gewisses Maß an Selbsterkenntnis für das soziale Miteinander anscheinend erforderlich ist. Wie und wann der Leser nun beides unterscheiden, gewichten und anwenden soll, ist mir bei der Lektüre allerdings nicht klar geworden. Überhaupt finde ich manche Aussagen des Buches sehr widersprüchlich. So betont der Autor in seinem Vorwort, dass er sich von gängigen psychologischen Anleitungen distanziert und den Leser eher eine "Reise durch die moderne Selbsterkenntnisforschung" (S. 16) erwartet. Dann aber hat Steve Ayan doch hin und wieder Ratschläge, Tipps oder Faustregeln für den Leser parat. Seine große Stärke hat das Buch deshalb dort, wo der Autor auf wissenschaftlichem Boden bleibt.

# Begriffe
Mein Problem bei der Beschäftigung mit Beiträgen aus dem Bereich Psychologie und Hirnforschung ist die oft verwirrende Verwendung von Begriffen. Eigentlich müssten alle Autoren zugeben, dass es für viele Begriffe keine allgemein anerkannten Definitionen gibt. Was z.B. ist Bewusstsein? Worauf ich beim Lesen daher großen Wert lege, ist die Erklärung oder Definition von verwendeten Begriffen durch den Autor. Hier bin ich beim Lesen des Buches öfter ins Grübeln gekommen. Natürlich könnte ich die Begriffe selbst recherchieren, aber mich interessiert immer, welche Definitionen, Meinungen oder Standpunkte der Autor vertritt. Wichtig finde ich auch, dass gerade bei Bezügen auf fremdsprachige Studien die verwendeten Begriffe und ihre Übersetzungen erklärt werden. Kann z.B. das englische "Mind" mit dem deutschen Wort "Geist" korrekt übersetzt werden? Wie werden die Begriffe "Mind" oder "Geist" in der modernen Psychologie verwendet? Interessant finde ich auch wie oft der Autor den Begriff "Seele" benutzt (z.B. Seite 13, 19, 117, 151, 165, 237). Welche Bedeutung hat der Begriff "Seele" in der aktuellen psychologischen Forschung? Für folgende Begriffe hätte ich mir auch weitere Erläuterungen oder Abgrenzungen durch den Autor gewünscht: Ego (S. 263, 265), Geist (S. 45), Feng Shui (S. 238), Flow (S. 260), Seelenruhe (S. 19), Charakter (S. 20, 127), Lebenserfolg (S. 126).

# Ich und Selbst
Das Kapitel 2 "Ich und Selbst" halte ich für den wichtigsten Teil des Buches, da hier zentrale Aspekte der Bewusstseinsforschung, wie z.B. die Willensfreiheit, behandelt werden.  Erstaunlicherweise bezieht sich Steve Ayan zur Erläuterung des Unterschiedes von Ich und Selbst nicht auf die aktuelle Forschung, sondern auf eine Veröffentlichung des Philosophen Wiliam James aus dem Jahre 1890.

"Er unterschied zudem zwei Aspekte, die für unser Thema von grundlegender Bedeutung sind: I und Me. Ersteres ist jene Instanz, die das individuelle Erleben zusammenhält - der Bezugspunkt all meiner inneren Regungen. Sobald ich ein Gefühl, einen Gedanken oder Wunsch habe, ist unmittelbar klar, dass ich es bin, der dieses Gefühl, diesen Gedanken oder Wunsch hat. Das erlebende Ich ('I') ist sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner meiner Empfindungen. Das erlebte ich ('Me') entsteht hingegen erst, wenn dieses Erleben selbst zum Gegenstand des Denkens wird. Jeder von uns besitzt eine Vorstellung davon, wer und wie er ist. Die Summe dieser Annahmen, meine Theorie über mich, ist das erlebte Ich - das Selbst." S. 46

# Wie schwierig die Unterscheidung von "I" und "Me" im jeweiligen wissenschaftlichen Kontext ist, zeigt z.B. der Beitrag von Mateusz Wozniak, der sich bei der Diskussion auf die Theorie des phänomenalen Selbstmodells von Thomas Metzinger bezieht - siehe Links unten.

# Interessant finde ich, dass Steve Ayan in diesem Kapitel auf die Probleme einer dualistischen Betrachtungsweise eingeht. Ich oder Selbst, Bewusstes oder Unbewusstes? Gehirn oder Geist? Was bestimmt letztlich unser Handeln? Oder ist eine Trennung/Unterscheidung gar nicht möglich? Die Problematik zeigt sich z.B. bei der Verwendung des Begriffes "Autopilot" für unbewusste
Automatismen (S. 50). Oder das Beispiel von John Bargh am Ende des Kapitels (S. 52). Er vergleicht den Geist mit einem Segler (Bewusstsein), der zwar von unkontrollierbaren Ereignissen wie Wind und Strömung (Unterbewusstsein) beeinflusst wird, aber stets den Kurs und das Ziel bestimmt. Sitzt da jemand im Kopf und steuert? Wer ist der Autopilot? Wer ist der Segler?

# Östliche Lehren
Leider setzen sich westliche Publikationen aus dem Bereich Psychologie und Hirnforschung kaum mit Erkenntnissen östlicher Lehren auseinander. Sehr erfreut war ich daher, dass Steve Ayan zumindest Hinweise zur interkulturellen Forschung gibt. Auf Seite 171 erläutert er den buddhistischen Standpunkt, welcher "die Nichtexistenz eines stabilen Selbst postuliert". Interessant ist auch die erwähnte Studie "Death and the Self" von Nichols, S. et al. (2018) - siehe Link unten.
Mehr Info zum Konzept des Nicht-Selbst (Anatman) bei michaelditsch.de - siehe Link unten.

# Gedächtnis
Sehr erschüttert hatte mich die Lektüre des Buches "Das trügerische Gedächtnis" von Julia Shaw - siehe Link unten. Wir definieren unsere Identität durch die Erinnerungen an unsere Vergangenheit. Allerdings ist unseren Erinnerungen nicht zu trauen, wie u.a. die Forschungen von Julia Shaw zeigen. Durch "Gedächtnis Hacking" ist es ihr möglich, falsche Erinnerungen bei Menschen zu erzeugen. Im Kapitel "Ein Roter Faden" erläutert Steve Ayan auch den Zusammenhang von autobiografischen Gedächtnis und unserem Selbstbild.

"Die moderne Gedächtnisforschung bestätigt: Erinnerungen sind keine Eins-zu-eins-Abbilder dessen, was wir erlebt haben. Es sind Konstruktionen. Bunt ausgeschmückte, vielfältig verzerrte, selektierte oder schlichtweg erfundene Geschichten, die unserem Leben Sinn und Struktur verleihen." S. 152

# Zufall
Bei der Diskussion über das Ich und den freien Willen wird oft übersehen, dass unser Leben von Umständen beeinflusst wird, auf die wir keinen Einfluss haben. Und doch schreiben wir uns sogenannte Erfolge selbst zu und sind der Überzeugung, dass wir unseres Glückes Schmied sind. Ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema stammt aus der Feder des Physikers Florian Aigner: Der Zufall, das Universum und du; Florian Aigner; Brandstätter Verlag; 2016. Sehr gut finde ich daher, dass auch Steve Ayan diesen wesentlichen Aspekt unserer Lebenswirklichkeit erwähnt.

"Nüchtern betrachtet ist das Meiste doch reiner Zufall. In welche Verhältnisse wir hineingeboren werden, welche Menschen wir treffen, welche Ideen uns kommen, welche Leiden uns befallen - das alles geschieht, ob wir wollen oder nicht." S. 144

# In seinem Buch liefert Steve Ayan einige gute Argumente gegen eine vertiefte Beschäftigung mit dem eigenen Selbst. Allerdings scheinen mir diese Argumente eher für den Bereich des alltäglichen Lebens stimmig zu sein. Bei einer Gehaltsverhandlung mag ein gewisses Maß an positiver Selbsttäuschung sich vielleicht als nützlich erweisen. Kritischer sehe ich das bei existentiellen Themen. Auf die großen Fragen des Lebens hat die Wissenschaft bisher keine Antworten gefunden. In der Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz bleibt jeder Mensch sich selbst überlassen, muss sich selbst auf die Suche machen und muss selbst seinen eigenen Weg finden. In den meisten spirituellen Traditionen ist das Erkennen und die Überwindung des eigenen Ich/Selbst/Ego ein zentrales Element dieses Weges.

"Give up all questions except one: 'Who am I?' After all, the only fact you are sure of is that you are. The 'I am' is certain. The 'I am this' is not. Struggle to find out what you are in reality. To know what you are, you must first investigate and know what you are not. Discover all that you are not - body, feelings, thoughts, time, space, this or that - nothing, concrete or abstract, which you perceive can be you. The very act of perceiving shows that you are not what you perceive. The clearer you understand that on the level of mind you can be described in negative terms only, the quicker will you come to the end of your search and realize that you are the limitless being." I Am That - Talks with Sri Nisargadatta Maharaj, Sri Nisargadatta Maharaj, Chetana, 2009, S. VI

# Weiterführende Links

Steve Ayan bei Spektrum der Wissenschaft
www.spektrum.de/profil/ayan/steve/849129

"I” and "Me”: The Self in the Context of Consciousness; Mateusz Wozniak, Cognition and Philosophy Lab, Department of Philosophy, Monash University, Melbourne, VIC, Australia; Front. Psychol., 04 September 2018
www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.01656/full

Die Selbstmodell-Theorie der Subjektivität - Thomas Metzinger - bei michaelditsch.de
www.michaelditsch.de/spiritualitaet-lebenskunst/being-no-one

Studie "Death and the Self" von Nichols, S. et al. (2018)
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/cogs.12590

Nicht-Selbst (Anatman) bei michaelditsch.de
www.michaelditsch.de/spiritualitaet-lebenskunst/anatman

"Das trügerische Gedächtnis" von Julia Shaw - bei michaelditsch.de
www.michaelditsch.de/news/buchtipp-das-truegerische-gedaechtnis-von-julia-shaw

Inhalt

Vorwort 13
Einleitung 19

I - Sich betrachten

1 Der blinde Fleck 29
Warum wir uns schlechter kennen, als wir meinen

2 Ich und Selbst 43
Ein fundamentaler Unterschied

3 Anders als gedacht 53
Wann wir uns selbst täuschen

4 Hört die Signale! 65
Was Äußerlichkeiten verraten

5 Lob der Ignoranz 75
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

II - Sich finden

6 Idioten sind immer die anderen 93
Warum wir uns für etwas Besseres halten

7 Sei du selbst! 107
Authentisch ist, was uns gefällt

8 Wes Geistes Kind 121
Wie selbsterfüllende Prophezeiungen wirken

9 Motiviertes Denken 131
Weshalb wir glauben, was wir wollen

III - Sich vertrauen

10 Du schaffst das! 143
Kontrolle, Selbstwert und gefühlte Sicherheit

11 Ein roter Faden 151
Wie wir uns an die Zukunft erinnern

12 Das wahre Ich 165
Ein moralisches Angebot

IV - Sich erfinden

13 Die Macht der anderen 177
Von der Bindung zum Ich-Bewusstsein

14 Erzähl dir was! 187
Eine gute Geschichte zählt mehr als Fakten

15 Was der kann, kann ich auch 195
Warum wir uns mit anderen vergleichen

V - Sich überwinden

16 Öfter mal was Neues 207
Unser flexibles Ich

17 Ich wär' so gerne Millionär 219
Kann man ich willentlich selbst verändern?

18 Tagträume für morgen 233
Was uns für die Zukunft wappnet

19 Jäger im Datendschungel 243
Glanz und Elend des Self-trackings

20 Konkret wünschen, abstrakt urteilen 255
Weshalb Vagheit zufriedener macht

Schluss 265

Danksagung 273

Anmerkungen 274

Personenregister 296

Sachregister 300

Ich und andere Irrtümer - Die Psychologie der Selbsterkenntnis, Steve Ayan, Klett-Cotta, 2019